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Kontaktlinsen


Kontaktlinsen wurden zur Ersetzung von unpraktischen Sehbrillen entwickelt. Sie werden auf dem Augapfel
unter dem Augenlid getragen. Unterschieden wird zwischen weichen und harten Kontaktlinsen, die
Fehlsichtigkeiten wie Weitsichtigkeit, Kurzsichtigkeit, Presbyopie oder Astigmatismus korrigieren.
Auch komplizierte Fälle von Fehlsichtigkeiten wie Keratoglobus und Keratokonus lassen sich besser mit Kontaktlinsen als einer Brille korrigieren.

Kontaktlinsen zerbrechen nicht im Gegensatz zu herkömmlichen Brillengläsern aufgrund ihrer Schädelform.
Die modernen Kontaktlinsen werden mittels eines Formgebungsverfahrens an die Hornhaut angepasst, so dass
beim tragen keine Reizungen entstehen. Weiche Kontaktlinsen werden heute häufiger eingesetzt.
Sie bestehen auch aus dem Kunststoff, der aber eine bessere Anpassung an die Hornhaut ermöglicht.
Vor dem Einsetzen von Langzeitkontaktlinsen sollte ein Augenarzt aufgesucht werden.

2002 haben Wiener Forscher auf die Kontaminationsgefahr von Linsen durch Acanthamöben hingewiesen, die eine Hornhautinfektion bewirken können, was wiederum zur Erblindung führen kann. Dabei sind Wassersportler besonders gefährdet.
Augeninfektionen können auch Bakterien verursachen, weshalb Kontaktlinsen in regelmäßigen Abständen desinfiziert und der Kontaktlinsenbehälter ausgewechselt werden müssen.
Momentan wird die Möglichkeit der Linsenimplantation untersucht, bei der die Umformung der Hornhaut erfolgt, was dem Korrigieren des Brennpunkts dienen soll.

Beim Verwenden von Kontaktlinsen können auch Nebenwirkungen auftreten. So reduziert eine falsche Linse
die Nährstoffversorgung der Hornhaut. Es kann eine Überempfindlichkeit auftreten, die sich beispielsweise
über den Zigarettenrauch bemerkbar macht, und wird meistens durch die Vernachlässigung der Hygiene und falsche Anpassung verursacht.

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